Das Projekt

Kurzbeschreibung

Im Projekt ILUM wurde untersucht, wie es gelingen kann, Menschen mit Hilfe von IKT-Lösungen zum zu-Fuß-Gehen zu bewegen und Angebote der Stadt abseits der großen Einkaufsstraßen wahrzunehmen. Ausgangspunkt für ILUM war das Informationsangebot vor Ort in Form von Orientierungsplänen und anderen Informationen eines bestehenden, statischen Fußgängerleitsystems (Stelen).

Die Stelen („Grätzl-Leuchttürme“) identifizieren einen aktuellen Standort und das räumliche Verhältnis zur unmittelbaren Umgebung. Eine digitale Erweiterung der Stele in Form einer mobilen App soll die Stele als sichtbares Tor zur ergeh- und erlebbaren Umgebung wahrnehmbar machen. Sie soll ein „Anker“ sein für Angebote der kleineren Geschäfte und Dienstleister, der „Nachbarschaft“. Das Projekt hat erforscht, in welcher Form intuitive, leicht zugängliche Schnittstellen dazu beitragen können, den unmittelbaren Handlungsraum von Nutzer_innen zu erweitern.

Der im Projekt entwickelte Forschungsprototyp bietet eine einfache, niedrigschwellige technische Lösung. Ergebnisse der Nutzungsevaluierungen geben Hinweise auf Qualitäten, die das Erkunden der Umgebung fördern.

Die Stele in der Mariahilferstraße an der Kreuzung Kirchengasse
Die Stelen des Fußgängerleitsystems repräsentieren den Leuchtturm von ILUM. Sie sind das sichtbare Objekt eines eindeutig definierten Punktes in der Stadt und Ausgangspunkt bzw. „Landmark“ der Interaktion.

Arbeitspakete

Ziel von AP 2 ist die Erhebung der Bedürfnisse von verschiedenen Zielgruppen und deren Anforderungen an die zu entwickelnden Grätzl-Leuchttürme im Zusammenspiel der analogen und digitalen Komponenten. Es geht vor allem darum zu identifizieren, welche Inhalte und Interaktionsmöglichkeiten für Nutzer_innen sinnvoll sind.

AP3 befasst sich mit der technischen Spezifikation und der Entwicklung des Prototyps auf Basis von den in AP2 erarbeiteten Szenarien. In diesem Zusammenhang erfolgt eine Bedarfsanalyse der notwendigen Komponenten der technischen Infrastruktur. Die Entwicklung des ersten Forschungsprototyps der mobilen Applikation ist ebenfalls Teil dieses Arbeitspakets.

In AP4 folgen Nutzungsevaluierungen im realen Anwendungskontext der erarbeiteten Szenarien. Die Ergebnisse fließen in weitere iterative Entwicklungsschritte des Prototyps der mobilen Applikation.

Ergebnisse in Form von Vorträgen auf Konferenzen und wissenschaftlichen Publikationen werden in AP5 aufgearbeitet – watch this space!