Inhalte

Nutzung

Die Grätzl-Leuchttürme (Infosäulen) sind moderne Landmarks. Sie sind sichtbare, physische Objekte, die den Bezug zu einem Ort herstellen. Die Grätzl-App bereichert die Wahrnehmung des Orts, sie bildet gemeinsam mit den Leuchttürmen einen Zugang zur Qualität der lokalen Umgebung. Lokale Informationen sind somit nicht „nur” auf dem Smartphone zugänglich, sondern eingebettet in die Interaktion mit der Säule, in das unmittelbare Erlebnis der Umgebung.

Forschungsfragen zur Nutzung waren:

  • Motivation: Warum hat jemand Interesse die App zu nutzen und warum ausgerechnet in Kombination mit der Infosäule?
  • Emotion: Welches Gefühl erzeugt die Nutzung?
  • Wahrnehmung: Wie werde ich auf die App aufmerksam gemacht und auf die
    Interaktionsmöglichkeiten mit der Infosäule?
  • Interaktion: Wie kann ich in Interaktion treten?
  • Inhalt: Wer garantiert die Informationsqualität?
  • Sprache: Kann ich das auch nutzen, wenn ich nicht deutsch spreche? Welche inhaltliche Kategorien sind angebracht

Vier digitale Lebensstile wurden identifiziert: Digital Consumer, Digital Hippie, Digital Sceptic und Digital Sophisticate. Aus Sicht jedes dieser Lebensstile wurden Interaktionsperspektiven und realistische Nutzungsszenarien entwickelt.

Technologie

Im Projekt ist ein Framework für iOS Mobilgeräte entstanden. Das Framework aktiviert die Kamera des iOS Geräts, erkennt über die Kamera vorher eingelesene Karten und ermittelt aus einer Datenbank ihre Geoposition und die „Höhe“ aus der die Karte erstellt wurde.

Die Position der Karte relativ zur Kamera wird berechnet, und dann eine virtuelle Karte über die echte Karte gelegt. So können typische Kartenelemente wie Pins auf die echte Karte projiziert werden – es entsteht der Eindruck, die Pins wären auf der echten Karte zu sehen.
Benutzer_innen können jederzeit zurück zum normalen Kartenmodus ihres Mobilgeräts wechseln, dann sehen sie die gewohnte iOS Karte mit dem zuletzt angezeigten Ausschnitt der Karte, und sie können auf alle gewohnten Zoom- und Scroll-Möglichkeiten zurückgreifen. Auch eine Listenansicht wurde implementiert um Pins nach Name und Eigenschaft suchen zu können.

Für den ILUM-Prototyp wurden ein Web-Backend und eine App gestaltet und programmiert.